„Tafel“ will sich weiter nach außen öffnen

2. Dezember 2013

Der Rat wird voraussichtlich Anfang 2014 darüber entscheiden, ob die Tafel mit mehr als 500 Euro gefördert werden soll.

Eckum  Knapp zwei Jahre nach ihrem Umzug von der Kastanienallee in die ehemalige Eckumer Sparkassenfiliale gab es jetzt erstmals wieder „großen Bahnhof“ bei der Rommerskirchener Tafel. Denn zum ersten Mal hatte die zu einer Adventsfeier in die Räume an der Bahnstraße eingeladen. Neben den Chefs der örtlichen Schützenvereine sowie Dechant Monsignore Franz Josef Freericks und Pfarrer Thomas Spitzer waren natürlich auch Bürgermeister Albert Glöckner und etliche Lokalpolitiker mit von der Partie. Albert Glöckner würdigte das ehrenamtliche Engagement der Tafelmitarbeiter um die Vorsitzende Heike Hendrich und deren Stellvertreterin Anja Hauser. Abgesehen vom „prominenten“ Besuch nutzten aber auch viele Bürger die Gelegenheit, sich einmal bei der Tafel umzuschauen. „Wir wollten uns mit dieser Adventsfeier ja schließlich auch nach außen öffnen“, sagt Heike Hendrich.

Für die Tafel neigt sich ein abwechslungsreiches, um nicht zu sagen zeitweise recht stürmisches Jahr dem Ende zu. Nachdem zu Jahresbeginn Heike Hendrich die Nachfolge der bisherigen Vorsitzenden Heidrun Zellekens antrat, konnte sich die Tafel im April über ein lange ersehntes „Kühlhaus“ freuen, das eine Diskounterkette finanziert hatte. Im Sommer gelang es dann dank der Vermittlung von Albert Glöckner, ein neues Fahrzeug zu bekommen. Auch weniger Erfreuliches gab es 2013 zu vermelden, so etwa den Rückzug von Margret Lichter. Freuen konnte sich die Tafel jetzt auch über eine vorweihnachtliche Bescherung der Gemeinde. Wie hoch die letztlich ausfallen wird, ist allerdings noch offen. Erst einmal sicher ist der sich ausschließlich aus Spenden finanzierten Tafel jedenfalls ein Betrag von 500 Euro, der ihr in Form eines Tankgutscheins zur Verfügung gestellt werden soll.

Der Haupt- und Finanzierungsausschuss folgte damit in seiner jüngsten Sitzung dem Vorschlag der Verwaltung. SPD-Fraktionschef Martin Mertens hätte den Betrag zunächst gern auf 1.200 Euro aufgestockt. Er begründete dies mit der hervorragenden Arbeit der Tafel, „auch wenn man gerade als Sozialdemokrat der Meinung ist, dass solche Einrichtungen hierzulande eigentlich nicht nötig sein sollten“. Ulrike Sprenger (UWG) erschien dieser Betrag zu hoch. Ähnlich argumentierten Holger Hambloch und Gabi Paulus für die CDU. Allen Skeptikern gemeinsam war, dass sie zunächst mehr Informationen über die konkrete Arbeit der Tafel verlangten. Die soll ihre Arbeit demnächst im Rat vorstellen. Die letztlich einstimmig gebilligte Kompromisslinie formulierte Albert Breuer (CDU): „Die Tafel sollte erst ihre Arbeit vorstellen und dann können wir immer noch entscheiden, ob wir den Betrag erhöhen“. Bis zu 130 Kunden kaufen bei der Tafel ein: Lebensmittel stehen natürlich im Vordergrund, aber auch gtu erhaltene Kleidung, Spielwaren, Bücher und mansches andere werden für wenig Geld an Bedürftige abgegeben.


Quelle:

NEUSS – GREVENBROICHER ZEITUNG

von Sebastian Meurer